Das Spiel

Das Spiel “Homoresponsabilis Nord-Süd” wurde von Groupe Oneim Jahr 2007 durch DGDC-Finanzierung geschaffen. Die Kurse sind sehr beliebt, und die Bewertungen am Ende jeder Spielsession haben sehr positive Ergebnisse gebracht: eine Zufriedenheit von 80%. Im Jahr 2007 (das Tool wurde in diesem Jahr erstellt)haben 75 Personen Schulungsmodule besucht, darunter 50 Studenten. In 2008 und Anfang 2009 hatte Groupe One fast 400 Teilnehmer und erreichte im Jahr 2010 mehr als 500 Studenten. Diese Entwicklung inspirierte die gesamte Partnerschaft das Spiel zu übertragen und an neue EU Länder anzupassen, (Bulgarien und Polen) und in Österreich – geographischer Transfer.

Aber zum Teil ist es auch eine Art von sektoralem Transfer, weil bis zu diesem Zeitpunkt die direkten Nutznießer des Workshops mit dem Spiel, StudentInnen aus dem Management-, der Wirtschafts- und der Finanzspezialisierung waren. Durch dieses Projekt will die Partnerschaft auch BerufstudentInnen unterhalb der Tertiärstufe erreichen – denn sie sind hauptsächlich zukünftige InhaberInnen und ManagerInnen von KMUs.
Das Spiel ist bereits auf Französisch erhältlich. Dank der Projektaktivitäten wird es auch Sprachversionen auf Englisch, Deutsch, Bulgarisch und Polnisch geben. Speziell die Übersetzung ins Englische wird Gelegenheit bieten, künftig einen breiteren Transfer des Spiels zu ermöglichen.

Szenario Spiel:

Das Spiel basiert auf der Interaktion zwischen verschiedenen Teams in der Rolle von aktiven Unternehmern auf dem internationalen Markt für Tropenhölzer. Es wird mit Teakholz-Tischen gehandelt. Die verschiedenen Akteure sind: Förster und Sägewerke in der Demokratischen Republik Kongo, Einzelhändler in Belgien, Verbraucher in Kinshasa und in Belgien. Diese Unternehmen sollen Rohstoffe (Holz-und Verarbeitungsprodukte) erwerben, um Tische herzustellen. Sie treffen Handels-Vereinbarungen mit Kunden, verkaufen oder kaufen Tische mit einer Gewinnabsicht (um ihre Fixkosten und einen Bankkredit zu bezahlen). Sie unterliegen verschiedenen Beschränkungen (Markt, Gesetzgebung, sozialer Druck, etc..). Außerdem stellen sie sich unterschiedlichen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Begebenheiten (Wettbewerb, Umweltverschmutzung, Forderungen der Arbeitnehmer, etc.), die sie dazu führen, Entscheidungen und fundierte Maßnahmen zu treffen, die mehr oder weniger nachhaltig und im Einklang mit den Grundsätzen der sozialen und ökologischer Verantwortung sind. Neben den Schauspielern gibt es im Laufe des Spiels “Life-Event-Karten” hinter denen sich andere “Stakeholder” verbergen, darunter NGOs, MitarbeiterInnen der Medien, Bergleute, lokale Gemeinden, VerbraucherInnen, die sich über die Dauerhaftigkeit des Holzes sorgen, Auditoren, Zertifizierungsstellen, etc..

Darüber hinaus werden Unternehmen mit der Wahl konfrontiert, ihre Produkte zu kennzeichnen oder nicht (ethisches Etikett und / oder Etikett für “nachhaltiges” Holz) und müssen mit ihren Lieferanten die verschiedenen und notwendigen Schritte des” Chain of Custody “Zertifizierungsprozesses setzen.

Der Spielmoderator führt die Teams durch den “Aktivitätenzeitplan”, der in sechs Phasen unterteilt ist: Planung, Verhandlung, Zahlungsverkehr, Einkauf von Rohstoffen, Herstellung und Vertrieb. Am Ende des Spiels zahlen die Teams ihren Kredite zurück und schreiben den Abschlussbericht ihrer Geschäftstätigkeit (Netto-Nutzen, Qualität und Anzahl der verkauften Einheiten, ökologische und soziale Maßnahmen).